Cyclop http://cyclop.posterous.com Aus dem Leben eines Wohnungseigentümers posterous.com Wed, 13 Jul 2011 10:12:00 -0700 Gewonnen! http://cyclop.posterous.com/gewonnen http://cyclop.posterous.com/gewonnen

Beruflich nutze ich ein iPad und einen BlackBerry. Android kenne ich nur vom Hörensagen. Das iPad ist komfortabel, keine Frage. Aber doch recht groß, ein iPod dagegen wieder zu klein. Etwas nervig finde ich, dass ich keinen Zugang zum Dateisystem habe. Zwar gibt es ein paar Apps, die dieses Mangel teilweise ausgleichen, aber eben nur teilweise. Bei Android soll das ja alles anders sein.

Im BASE_camp Unter der Linden hatte ich Gelegenheit beim Preview das BaseTab auszuprobieren - und an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Wenn ich mir das nach der Aufnahme angesehen hätte, dann hätte ich wohl entschieden: Löschen. Bloss nicht online bei YouTube. Aber ich hab's mir nicht angesehen - und weil ich meine E-Mail-Adresse etwas undeutlich geschrieben hatte, erreichte mich auch die Mail vom Baseteam nicht.

Irgendwann habe ich das Video mehr oder weniger zufällig durch einen Tweet gesehen, dann wollte ich auch keinen Rückzieher machen.

Meine Jungs habe ich dann motiviert: Wenn ich das Tab gewinne, dann können sie es gerne haben. Sie haben dann auch fleißig für mein Video Werbung gemacht. Ein Zweittab ist zwar schön, aber nur dann, wenn alle in der Familie schon eins haben. ;)

Nun warten wir gespannt auf die Ankunft des Tabs.

Update: Denise von Base hat auf dem Base-Blog den Gewinner bekannt gegeben. Da könnt Ihr Euch auch das Video ansehen. 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Sun, 03 Jul 2011 06:29:28 -0700 Belegprüfung. http://cyclop.posterous.com/belegprufung http://cyclop.posterous.com/belegprufung

Hört sich harmlos an, oder? Mal eben die Abrechnung durchsehen, Kontoauszüge vergleichen und gut. Dann geht der Tagesordnungspunkt bei der Eigentümerversammlung schneller.

Für diesen Vorgang hat sich der Begriff Belegprüfung eingebürgert.

Das Gesetz schreibt dazu:

Der Wirtschaftsplan, die Abrechnung über den Wirtschaftsplan, Rechnungslegungen und Kostenanschläge sollen, bevor über sie die Wohnungseigentümerversammlung beschließt, vom Verwaltungsbeirat geprüft und mit dessen Stellungnahme versehen werden. (§ 29 Absatz 3 WEG)

Der Verwaltungsbeirat soll beim Verwalter nicht nur die Belege prüfen, sondern die komplette Buchführung unserer WEG.

Mit Buchführung habe ich in Vereinen so einige Erfahrung. Kassenprüfung heißt das da üblicherweise. Geht bei einem kompetenten Kassenwart schnell, so nach rund zwei Stunden ist man durch. Der Kassenwart wird gerne auch Schatzmeister genannt, obwohl die meisten Vereine, die ihren Kassenwart Schatzmeister nennen, keine Schätze zu meistern haben.

Die Belegprüfung hat von halb fünf nachmittags bis gegen elf nachts gedauert. Ärgerlich waren Fehlbuchungen, die die Übersichtlichkeit doch deutlich erschwert haben.

Ein paar Punkte sind offen geblieben, die dann auf der Versammlung diskutiert werden müssen. 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Tue, 26 Apr 2011 03:51:00 -0700 Abschluss nach langen Wochen http://cyclop.posterous.com/abschluss-nach-langen-wochen http://cyclop.posterous.com/abschluss-nach-langen-wochen

Nach dem ich vor einigen Wochen die Tiefbauverwaltung auf ein 80-cm-Schlagloch aufmerksam gemacht hatte, ist kurz vor Ostern die Straßendecke wieder verschlossen worden. 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Fri, 15 Apr 2011 12:08:00 -0700 Rama-Jule ist tot http://cyclop.posterous.com/rama-jule-ist-tot http://cyclop.posterous.com/rama-jule-ist-tot

Rama-Jule ist tot. Sie starb den Designertod. Das Design-Tagebuch nachruft: "Damit verabschiedet sich das legendäre "Rama-Mädchen“, das über viele Jahrzehnte hinweg in zahlreichen Darstellungen und Variationen das Gesicht dieser Marke geprägt hat."

 

800px-rama-margarine_trauer

Foto: Illion (CC BY-SA 3.0), Trauerrand von mir

Der Rama-Beratungsservice teilt mir auf Anfrage mit, dass man "mit dem neuen Rama Look eine neue fröhliche, natürliche Familienwelt kommunizieren" will. Nun gut, das ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag, bei dem sich eine Margarine-Konzern ein bisschen überhebt. Es gibt immer mehr Single-Haushalte. Die sollen wohl eher Butter oder andere Streichfette kaufen.

Kleiner Ausflug in die Statistik: Das Statistische Bundesamt weiß, dass ein alleinlebender Mann 448g Margarine und andere pflanzliche Fette (ohne Öle) im Monat verzehrt, eine alleinlebende Frau 404g. Paare mit zwei ledigen Blumen Kindern unter 18 Jahren hingegen 1143g.

Ich habe zwar Familie, fühle mich von dem neuen Look aber nicht angesprochen. Die Jule hat unseren Kühlschrank bereichert. Diese Blumen sind beliebig und könnten auf jeder Discounter-Margarine zu Hause sein. Keiner würde den Unterschied merken. Und: Ich will keine Blume sein.

Das "Alleinstellungsmerkmal im Kühlregal" ist weg, wie Wolle in den Kommentaren des Design-Tagebuchs richtig anmerkt.

Schade. Mein Leben ohne Rama beginnt.

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Wed, 30 Mar 2011 04:29:00 -0700 Karte der Tiefbaumaßnahmen http://cyclop.posterous.com/karte-der-tiefbaumassnahmen http://cyclop.posterous.com/karte-der-tiefbaumassnahmen

Open Data geht anders. Das weiß ich. Aber dennoch habe ich den Versuch gewagt, die Straßenbaumaßnahmen aus der Investitionsplanung 2011-2015 für den Bezirk Reinickendorf auf einer Karte zu visualisieren.

 


Investitionsplanung 2011-2015 Straßenausbau auf einer größeren Karte anzeigen

 

Echte Open-Data-Experten können das besser.

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Tue, 29 Mar 2011 14:12:00 -0700 Investitionsplanung in der Bezirksverordnetenversammlung http://cyclop.posterous.com/investitionsplanung-in-der-bezirksverordneten http://cyclop.posterous.com/investitionsplanung-in-der-bezirksverordneten

"42 12 / 738 23

Die Fahrbahn (überwiegend Kleinpflaster) befindet sich in einem baulich schlechten Zustand. Die Tragfähigkeit entspricht nicht den Anforderungen der Verkehrsbelastung. Die Gehwege sind teilweise unbefestigt sowie schadhaft. Der Neubau ist aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Lärmschutzes erforderlich und beinhaltet die Planung von Radwegen.

Die Maßnahme unterliegt dem Straßenausbaubeitragsgesetz.

Die Gesamtkosten betragen 1.200 T€. Die Bauzeit beträgt zwei Jahre mit einer ersten Rate in 2015 in Höhe von 300 T€. Die Planung geht von Bauverwaltungskosten in Höhe von 75.960 € aus."

 

Das ist die eher knappe Begründung für den Neubau unserer Straße, die im Rahmen der umfangreichen Investitionsplanung 2011 bis 2015 bei der Bezirksverordnetenversammlung am 6. April im Rathaus Reinickendorf zur Abstimmung steht. 

Hier die Unterlagen zum Download, da sie im Informationssystem des Bezirks nur schwer zu finden sind:

Der Bezirk muss die Investitionsplanung übrigens machen, weil ... 

"Nach § 31 Abs.1 der Landeshaushaltsordnung (LHO) in Verbindung mit Nr. 1.4 und 1.5 zu § 31 der Ausführungsvorschriften zur Landeshaushaltsordnung (AV LHO) stellt die Senatsverwaltung für Finanzen die Investitionsplanung als Teil der Finanzplanung des Landes Berlin jährlich neu auf. Dabei sind entsprechend Nr. 1.6 zu § 31 AV LHO und Nr. 3.1 Anlage 2 zu § 31 AV LHO Anmeldungen einzureichen."

Noch Fragen dazu?

 

In der Sache wird nun klarer, dass der Göschenplatz auch dabei ist und zusammen mit der Cyclopstraße grunderneuert wird. Das ist für unsere Anliegerbeiträge wahrscheinlich eher günstig, da dort auf engem Raum (wenig Straßenmeter) viele große Häuser stehen. 

Aber vor der Realisierung ist noch die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin. Dem CDU-Kandidaten Frank Henkel kann man auf www.richtig-fuer-berlin.de Themen für das Wahlprogramm vorschlagen.Das Straßenausbaubeitragsgesetz gibt's da schon, aber das werde ich noch ausbauen. 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Fri, 25 Mar 2011 13:22:00 -0700 Baustelle http://cyclop.posterous.com/baustelle http://cyclop.posterous.com/baustelle

Das Loch ist fast wieder zu. Zunächst wurde die Absperrung aufgestellt, ein paar Tage später dann noch etwas vergrößert. Heute dann die eigentliche Arbeit. Leider konnte ich nicht dokumentieren, was da wirklich gemacht wurde.

Im Zusammenhang mit dem bereits hier und hier thematisierten Straßenneubau interessiere ich mich für den Unterbau der Straße. Ist das wirklich Beton? Oder was ist das unter dem Kopfsteinpflaster? Es wäre hilfreich, wenn ich da von den Lesern in den Kommentaren Hinweise bekommen könnte.

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Thu, 10 Mar 2011 23:37:00 -0800 Begutachtet, vermessen und abgesperrt http://cyclop.posterous.com/begutachtet-vermessen-und-abgesperrt http://cyclop.posterous.com/begutachtet-vermessen-und-abgesperrt

Das Schlagloch wurde begutachtet, vermessen- und dann erst einmal abgesperrt. Sicher ist sicher.   

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Sun, 06 Mar 2011 07:27:00 -0800 80 cm-Schlagloch http://cyclop.posterous.com/80-cm-schlagloch http://cyclop.posterous.com/80-cm-schlagloch

Das Loch ist rund 80 cm tief, nicht breit. Mal sehen, wie lange es dauert, bis es geflickt repariert wird. 


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Fri, 25 Feb 2011 11:11:00 -0800 Eigentümerversammlung. Oder eigentümliche Versammlung. http://cyclop.posterous.com/eigentumerversammlung-oder-eigentumliche-vers http://cyclop.posterous.com/eigentumerversammlung-oder-eigentumliche-vers

Nächste Woche ist es wieder soweit. Sogar außerordentlich.

Wir werden außergewöhnlich hohen Wasserkosten auf den Grund gehen. In Berlin sind die Wasserpreise höher als anderswo. Unter anderem deshalb gab es ja das erste erfolgreiche Volksbegehren in der Hauptstadt. Erstaunlicherweise ohne großen Werbeetat, dafür aber mit einer sensationellen Zustimmungsrate.

Die Mitglieder unserer Eigentümergemeinschaft haben über mehr als 10 Jahre den Nachbarn das teure Berliner Wasser geschenkt. Großzügige Geste, aber dennoch irgendwie unnötig. Denn: Die haben ihre eigene Wasserzufuhr.

Aufgefallen ist das niemandem so recht, weder der Verwaltung noch den Eigentümern. Ich bin raus, denn ich wohne erst seit Mitte 2009. Zwischen 20 und 60 Prozent sind zu den Nachbarn geflossen, wenn die zu wenig Druck auf der Leitung hatten. Die Franzosen, denen in den 1980er unsere Wohnungen gehörten, hatten sich ein kompliziertes Leitungssystem ausgedacht. Wahrscheinlich wollten sie besondere Versorgungssicherheit für den Fall, dass die Russen vor der Tür stehen. Oder Verwirrung stiften? Hausmeisterjobs sichern? Tiefbauunternehmen glücklich machen? Je ne sais pas.

Der Bund als Zwischeneigentümer hat alles ordentlich dokumentiert und auch im Grundbuch festgehalten. Offenbar jedoch so verwirrend, dass selbst Juristen es auch nicht verinnerlichten. Und die Verwaltung fand es lange Zeit auch nicht bemerkenswert, dass die Uhr der Wasserwerke Jahr für Jahr einen deutlich höheren Wasserverbrauch anzeigte als die Summe der Zähler in den 20 Wohnungen. Aufgefallen ist dann nur, dass auch dann Wasser aus dem Hahn strömt, wenn das Hauptventil geschlossen ist. Komische Sache, dachte man sich. So kam alles raus.

Teufelswerk - Devils Trick

Teufelswerk von Getrud K. on flickr.com

Die Begeisterung der Nachbar hält sich in Grenzen, denn schließlich wollen wir jetzt den einen oder anderen Euro für die überlassenen Kubikmeter zurück.

Mal sehen, wie die Miteigentümer den Sachverhalt beurteilen. Hoffentlich bleiben die Wutbürger zu Hause...

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Sun, 06 Feb 2011 15:18:54 -0800 Nicht vor 2015 http://cyclop.posterous.com/nicht-vor-2015 http://cyclop.posterous.com/nicht-vor-2015 Das Bezirksamt hat der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) die Investitionsplanung für die kommenden Jahre zur Beschlussfassung vorgelegt. Darin sind für unsere Straße insgesamt 1,2 Mio. Euro eingestellt, die sich in die Jahrestranchen 2015 mit 300T€ und 2016 mit 900T€ aufgliedern. Das heißt: Vor 2015 wird mit Sicherheit nicht gebaut, die Planungen starten demnach frühestens 2014.

Und dies auch nur, wenn die Investitionsplanung von der BVV Reinickendorf und anschließend vom Senat auch so gebilligt wird.

Und Pleite gehen darf das Land zwischendurch auch nicht, sonst ist nämlich kein Geld mehr da. Dass Berlin kein Geld mehr hat für irgendetwas ist vermutlich wahrscheinlicher als der Neubau unserer Straße.

Die 1,2 Millionen sind nur ein Schätzwert, wie viel die ganze Sache kostet, weiß jetzt noch keiner.

Also, alle potentiellen Wutbürger können zwei Gänge zurückschalten, mindestens.

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Sat, 08 Jan 2011 15:15:00 -0800 Denkmalschutz für eine Straße, auf der einst Dampfwalzen fuhren http://cyclop.posterous.com/denkmalschutz-fur-eine-strasse-auf-der-einst http://cyclop.posterous.com/denkmalschutz-fur-eine-strasse-auf-der-einst

Die neueste Idee meiner Nachbarn: Unsere kaputte Straße muss unter Denkmalschutz gestellt werden. Sie wäre angeblich ein "Musterbeispiel früher und zugleich zukunftsweisender Stadt-, Grünflächen- und Verkehrsplanung". Es sei ein "Ensemble mit ausgeprägten Elementen an Nachhaltigkeit".

Nachhaltig nur für das Loch in meinem Geldbeutel. Denn die allgemeine Lebenserfahrung sagt, dass Denkmalschutz immer teurer kommt. Deutlich teurer.

(2) Ein Baudenkmal ist eine bauliche Anlage oder ein Teil einer baulichen Anlage, deren oder dessen Erhaltung wegen der geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen oder städtebaulichen Bedeutung im Interesse der Allgemeinheit liegt. Zu einem Baudenkmal gehören sein Zubehör und seine Ausstattung, soweit sie mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert bilden.

§ 2 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutz von Denkmalen in Berlin vom 24. April 1995

Nach der öffentlich zugänglichen Liste der Denkmäler in Berlin, haben es noch nicht viele Straßen auf diese Liste geschafft. Das Suchresultat für den Objekttyp "Straße" verzeichnet 38 Treffer. Dabei sind aber auch Straßenbahndepots, Straßenbrücken und ganze Straßensysteme. Die Suche ist also etwas unscharf.

Richtige Straßen sind aber auch dabei, zum Beispiel in Köpenick die Freiflächen der Landhauskolonie Uhlenhorst (leider kein Street View in dem gesamten Viertel), Unter den Eichen in Steglitz-Zehlendorf (klingt romantisch, ist aber eine sechsspurige Hauptverkehrsstraße) oder die Sackgasse Rothenbücherweg in Gatow.


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Am schönsten finde ich die Straße "Vogelsang", eine Seitenstraße der Königin-Luise-Straße in Dahlem. Ein Birkenhain in der Straße oder eine Straße im Birkenhain. Sehr nett anzusehen. Denkmalgeschützt.

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Aber unsere ehemalige Industriestraße kommt da nicht ganz ran.

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Mon, 03 Jan 2011 11:57:00 -0800 Wutbürger http://cyclop.posterous.com/wutburger http://cyclop.posterous.com/wutburger

Der Wutbürger will fliegen, aber keinen Fluglärm; er will Ökostrom, aber kein Windrad im Blick, schreibt Götz Aly in der Berliner Zeitung vom 28. Dezember.

20101106 Castor 2010 026- Foto Ibs

Foto: fotoscastor2010

Der Nachbar will Kopfsteinpflaster ohne Teerflicken, aber nichts dafür bezahlen. Ist ja nur eine pflichtgemäße Reparatur einer hundert Jahre alten, ehemaligen Industriestraße. Ich hatte hier und hier schon darüber geschrieben.

Selbstverständlich hätte ich auch gerne eine schönere Straße - mit historischem Kopfsteinpflaster, Gaslaternen, weniger Verkehrs- und S-Bahn-Lärm, einem zuverlässigem Winterdienst und und und. Klar, alles zum Nulltarif. Ach, und die Grundsteuer könnte man bei dieser Gelegenheit auch gleich ganz abschaffen. Und der Staat, egal ob Bezirk, Senat, Bund oder Europa, könnte auch ein paar andere Unzulänglichkeiten in meinem Wohnumfeld beseitigen.

Das Leben ist aber kein Wunschkonzert.

Und weil das so ist, muss ich bezahlen, andere aber hoffentlich auch. Manches zahle ich freiwillig, anderes nur, weil mich der Staat dazu verpflichtet.

Nun hatte ich den Bezirksbaurat eingeladen, damit die Nachbarn ihren Frust über die Straßenbaupläne abladen und der Gast über das Verfahren informieren konnte. Herrn Lambert gebührt Dank, dass er an einem Sonnabendvormittag zwei Stunden seiner Zeit für uns übrig hatte. Leider hat konnte er nicht alle zufrieden stellen, auch mich nicht vollständig. Allerdings ist der Grad der Unzufriedenheit doch sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Wenn man der Auffassung ist, es "unseren Politikern nur darauf ankommt, ihren Willen durchzusetzen", (Zitat einer Nachbarin) sollte man zu einer Diskussion vielleicht gar nicht erst hingehen.

Mein Ziel ist es, meine Interessen mit denen des Bezirks und der Allgemeinheit in Einklang zu bringen - und dabei nicht allzu schlecht abzuschneiden.

Wutbürgerhaftes Gemaule oder egoistisches Denken helfen nicht weiter, sondern nur konstruktiver Dialog. Der wurde begonnen. Ich bin sicher, dass ich darin nicht enttäuscht werde.

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Mon, 03 Jan 2011 05:11:00 -0800 Kein VDSL http://cyclop.posterous.com/kein-vdsl http://cyclop.posterous.com/kein-vdsl
Snipimage
Ich bin ja kein Freund der Telekom. Schon seit Jahren habe ich keine direkte Geschäftsbeziehung zum rosa Riesen aus Bonn. Nun las ich neulich vom schönen VDSL. Hm, vielleicht doch?

Leider nicht. Gerade unsere Häuser sind nicht im Ausbaugebiet.

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Thu, 30 Dec 2010 11:00:00 -0800 Wirtschaftlicher Totalschaden http://cyclop.posterous.com/wirtschaftlicher-totalschaden http://cyclop.posterous.com/wirtschaftlicher-totalschaden

Kern des Problems beim Straßenausbaubeitragsgesetz ist die Abgrenzung zwischen Instandhaltung und Neubau. Kann man eine einmal gebaute Straße immer und immer wieder reparieren, ohne dass sie jemals wieder neu gebaut werden muss? Oder wird das irgendwann unwirtschaftlich, so wie bei einem "wirtschaftlichen Totalschaden" nach einem Autounfall? Normalerweise macht das keinen Unterschied, denn ob ich etwas repariere oder mir etwas neu kaufe ist, meine Entscheidung. Und es betrifft auch nur meinen Geldbeutel.

Bei einer Berliner Straße ist das anders. Eine Reparatur muss zu 100% aus dem Haushalt finanziert werden, beim Neubau müssen die Anlieger mitbezahlen. Instandhaltung und Neubau sind streng auseinander zu halten. Wann endet die Pflicht, eine Straße instandzuhalten? Wann darf, wann muss die Bezirksverwaltung - im Sinne des Steuerzahlers - die Entscheidung treffen, eine Straße neu zu bauen? Anlieger haben dabei andere Interessen als die Allgemeinheit.

Im Prinzip ist es daher richtig, dass die gewählte Kommunalvertretung die Entscheidung trifft, welche Straße repariert oder neu gebaut wird. Andernfalls wären immer alle Anlieger für's Reparieren und keiner für Neubau. Wie neu gebaut wird, sollten dann die Anlieger wesentlich mitbestimmen.

Unsere Straße ist nun rund 100 Jahre alt. Gaslaternen, Kopfsteinpflaster und 7,50 Meter breit. Anlegt als Industriestraße. Die Cyclopwerke, ein Neubau der Maschinenfabrik "Cyclop" Mehlis & Behrens aus der Pankstraße, befanden sich dort. Hergestellt wurden dort unter anderem Dampfwalzen für den Straßenbau.

Danach kam die BVG mit einer Werkstatt, wenn das Internet nicht lügt. Erst 1985 wurde Wohnbebauung errichtet. Drei Viertel der Zeit fuhren schwerste Fahrzeuge über die Straße. Warum sollte ich gerade jetzt für einen Neubau bezahlen? Bedauerlicherweise steht es so im Gesetz.

Juristen legen üblicherweise besonderen Wert darauf, sich an die geltenden Gesetze zu halten. Was ist jedoch, wenn die korrekte Ausführung des Gesetzes nachteilig für den Juristen ist? Was macht er dann? Darüber beim nächsten Mal mehr.

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Wed, 22 Dec 2010 10:02:00 -0800 Investitionsplanung im Bauausschuss http://cyclop.posterous.com/investitionsplanung-im-bauausschuss http://cyclop.posterous.com/investitionsplanung-im-bauausschuss

Der Bauausschuss des Bezirks Reinickendorf hat sich am 2. November 2010 mit der Investitionsplanung beschäftigt. Investitionsplanung bedeutet hier Straßenbaumaßnahmen. Einige meiner Nachbar haben die Sitzung des Bauausschusses besucht. 

Im Protokoll der Sitzung heißt es dazu: 

"Herr BzStR Lambert berichtet über die Vorlage zur Kenntnisnahme bezüglich der Investitionsplanung 2011-2015, die sich in den BVV-Unterlagen befindet. In diesem Vorschlag hat der Fachbereich nach fachlichen Gesichtspunkten die Prioritäten festgelegt, ohne die zur Verfügung stehenden Mittel zu kennen.

Er berichtet von diverse Briefe, die er von Bürgern erhalten hat. In deren Beantwortung ist er auf die Prioritätenliste und den Baubeginn ab 2014 eingegangen sowie dass er zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage über die finanzielle Belastung tätigen könne.

In den folgenden Redebeiträgen der Ausschussmitglieder wird den anwesenden Bürgern vermittelt, dass der Prozess der Vorbereitung für die Straßenbaumaßnahmen gerade erst begonnen habe. 

Die anwesenden Bürger aus der Cyclopstraße befragen das Bezirksamt nach der Notwendigkeit der Ausbaumaßnahme.

Herr BzStR Lambert erwidert, dass erst Überprüfungen des gesamten Straßenaufbaus (z.B. durch Bohrungen) vorgenommen werden, bevor eine Entscheidung über den Ausbau oder die Belagerneuerung getroffen wird."

Leider finde ich auf den sonst sehr ausführlichen Seiten der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf die Vorlage mit der Liste der Straßen nicht. ABER: Unsere Straße steht an Platz 1. 

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Mon, 20 Dec 2010 11:58:00 -0800 Der Räumdienst kam mal wieder nicht, dann doch ... http://cyclop.posterous.com/der-raumdienst-kam-mal-wieder-nicht http://cyclop.posterous.com/der-raumdienst-kam-mal-wieder-nicht

Am Wochenende kam der beauftragte Winterdienst nicht. Und auch am Montag morgen begann der Tag für den freundlichen Nachbarn mit Schneeschippen. Nach einem Anruf bei der Hausverwaltung traf am Nachmittag der Winterdienst ein. Muss man immer erst meckern?

 

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Sun, 19 Dec 2010 06:00:00 -0800 Eisbildung ist eine durch festgetretenen Schnee entstandene Eisschicht http://cyclop.posterous.com/36853773 http://cyclop.posterous.com/36853773

Wenn ich mich richtig erinnere, kündigte die Hausverwaltung aufgrund von Beschwerden von Mitbewohnern unseres Hauses den Winterdienst, weil er im Garagenhof die Schneeberge so aufgetürmt hatte, dass der Nachbar im Erdgeschoss nur schwer in seine Garage kam und mehrere Parkplätze unbenutzbar waren. Der Schnee, der im Hof zusammengekehrt wurde, musste irgendwo hin. Angeblich war die Firma auch mit zu schwerem Gerät im Einsatz, die Garagentore litten darunter. Der Schnee wurde aber zuverlässig geräumt, alle Wege und der Hof waren zu jedem Zeitpunkt gefahrlos begeh- und befahrbar und der Fußweg vor dem Haus war schon in aller Frühe immer schnee- und eisfrei. Diese Tatsache - im Grunde eine Selbstverständlichkeit - aber dennoch eine der wichtigsten Anforderungen, sollte man nicht unterschätzen.

Die Hausverwaltung erinnert sich inzwischen ganz anders: Der Winterdienst habe von sich aus gekündigt, weil sich "kleine Einheiten" - wie unsere - nicht mehr rechnen.

Schon im Frühjahr hielt ich diese Kündigung - egal nun von wem - für keine gute Entscheidung. Nach einem der härtesten und schneereichsten Winter eine zuverlässige Winterdienstfirma zu kündigen, nur weil die Schneehaufen nicht an der richtigen Stelle aufgetürmt wurden. Na ja...

Die Hausverwaltung hatte zum gleichen Preis eine kleine Firma aus der Nachbarschaft verpflichtet. Gut, letztendlich ist es mir egal, wer es macht. Hauptsache gut.

Nun verschärfte der Berliner Landesgesetzgeber das Straßenreinigungsgesetz. In §4 Abs. 1 heißt es jetzt:

(4) Zur ordnungsmäßigen Reinigung gehört auch der Winterdienst. Dieser umfasst die Schneeräumung, das Abstreuen von Winter- und Eisglätte sowie die Beseitigung von Eisbildungen. Eisglätte ist durch Eisregen oder über-frierende Nässe gebildetes Glatteis. Eisbildung ist eine darüber hinausgehende, insbesondere wegen nicht rechtzeitiger Schneeräumung durch festgefahrenen oder -getretenen Schnee entstandene Eisschicht.


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Foto: Flickr/kecko

Für unseren alten Winterdienst wäre es kein Problem gewesen, dieses Juristen-Deutsch umzusetzen. Eisbildung durch festgetretenen Schnee gab es da nicht, der Schnee hatte keine Chance auf dem Fußweg festgetreten zu werden. Mit einer Schneefräse war er zuvor entfernt worden.

Nun schneite es im Dezember 2010 das erste Mal. Schnee im Dezember in Berlin hat die Winterdienste überrascht. Auch andere haben Probleme, der Bezirk Reinickendorf steht seit ein paar Tagen für seine Gebäude ganz ohne Winterdienst da. Gefühlt war unser neuer Winterdienst nur einmal da. Gut, es besteht derzeit keine Gefahr, dass Garagentore durch aufgewirbelten Splitt beschädigt werden. Es liegt kein Splitt auf dem Hof. Es droht auch kein Ungemach für die Besucherparkplätze - Hof und Parkplätze sind gleichmäßig eingeschneit. Abwechselnd greifen wir selbst zur Schippe, die nun in der Fahrradgarage platziert wurde. Vier kleine Säcke Streugut inklusive.

Einen anderen Winterdienst verpflichten? Die Regeln von Angebot und Nachfrage führen zu Preisen, die fast das Doppelte betragen als derzeit. Geringe Löhne und unangenehme Arbeitszeiten machen es den Firmen auch nicht einfach, zuverlässige Mitarbeiter zu finden. Der Krankenstand sei hoch, heißt es.

Hinzu kommen unsere Ansprüche: Zu viel ist nicht gut, wie wir letztes Jahr gelernt haben. Nicht zu erscheinen, aber auch nicht. Bevor es keine technische Richtlinie incl. Skizze für die Schneeräumung auf unserem Hof gibt, auf die sich alle Eigentümer verständigen können, wird es wohl auch keine Winterdienst geben, der alle zufrieden stellt. Finden wir einen Winterdienst der diese Richtlinie erfüllt, wird er viel zu teuer sein.


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http://files.posterous.com/user_profile_pics/816317/Borkum2008_0132.jpg http://posterous.com/users/5AfHJDJBCP6x Frank hildwin Frank
Sat, 11 Dec 2010 11:32:00 -0800 Cyclop21 ist nahe http://cyclop.posterous.com/cyclop21-ist-nahe http://cyclop.posterous.com/cyclop21-ist-nahe

Am 15. September berichtete die Berliner Morgenpost in einer Kurzmeldung, dass im Bezirk Reinickendorf zahlreiche Straßen saniert werden sollen. Das war die Geburtsstunde einer Protestbewegung bürgerlicher Wohnungseigentümer, deren Ausgang noch völlig offen ist. Manche Äußerungen lassen mich glauben, meine Straße würde unter die Erde verlegt. Cyclop21 ist nahe.

Dabei geht es nur um eine Straße, deren Schlaglöcher bedrohliche Ausmaße angenommen haben und die in etwas mehr als zwei Jahren in einen Zustand versetzt werden soll, der eigentlich im 21. Jahrhundert auch im ehemaligen Westteil unserer Stadt Standard sein sollte.

Doch der Reihe nach: Nach der ersten Zeitungsmeldung erkundigte ich mich beim Vorsitzenden des Bauausschusses. Er informierte mich, dass auf der nächste Sitzung seines Gremiums eine Prioritätenliste auf der Tagesordnung stehen werde. Auf dieser Liste hat die Verwaltung die Straßen aufgelistet, die im Rahmen der Investitionsplanung 2013-2015 saniert werden könnten. Der Senat wird voraussichtlich 1,5 Millionen Euro locker machen. Wenn ich mehr wissen wolle, sollte ich zur nächsten Bauausschusssitzung kommen. Dienstag um 17:00 Uhr im Rathaus. Das erste Mal, dass dieser rot-rote Senat etwas für mich tut. Bislang habe ich davon direkt nicht viel gemerkt. Soll ich lästern? Nein, dIe Negativliste spare ich mir jetzt.

Das Bezirksamt hat unsere Straße auf Platz 1 gesetzt. Hurra, möchte ich rufen! Wann geht's los? Morgen, ach nein. Frühestens 2013.

 


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Nur ein kleines Problem gibt es da, es heißt Straßenausbaubeitragsgesetz. Ein Nachbar verschickt gleicht ein Merkblatt. Überschrift: Straßenausbaubeitragsgesetz - Maßnahmen zur Gegenwehr. Da baut sich vor dem inneren Auge schon auf, was uns in den kommenden Jahren erwarten kann. Aber das Merkblatt ist von Haus&Grund, die gemeinhin nicht in Verdacht stehen, autonome Zellen zu unterstützen. Vielleicht wird doch alles nicht so schlimm? Der verbale Anwohnerprotest kennt fast keine Grenzen. Ohne eine Idee, was überhaupt gemacht werden soll und wie teuer das für den einzelnen Eigentümer wird, übt man sich in "nachdrücklicher Demonstration der Wehrhaftigkeit".

Worum geht es, erinnern wir uns: Um die Sanierung einer Nebenstraße im Norden Berlins. Ich sehe schon die zahlreichen Juristen unter den Anwohner die einschlägigen Kommentare wälzen, einige haben vielleicht auch schon die Notwehrparagraphen geprüft.

 

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